Wie die Simulation rechnet: Annahmen, Quellen, Grenzen
Wer einem Rechenmodell seine Finanzplanung anvertraut, sollte wissen, wie es rechnet. Ein Blick unter die Haube von Wealth4Life: woher die Zahlen kommen, welche Annahmen Sie selbst steuern – und was das Modell nicht wissen kann.
Eine Simulation ist nur so vertrauenswürdig wie ihre Rechenregeln – und die sollten kein Geschäftsgeheimnis sein. Deshalb hier, so nüchtern wie möglich: wie Wealth4Life rechnet.
Das Grundprinzip: Jahr für Jahr, alles zusammen
Das Modell bildet den Haushalt als Ganzes ab und rechnet ihn Jahr für Jahr durch, von heute bis ans Lebensende. In jedem Jahr passiert dasselbe: Einkommen fliessen, Beiträge an AHV und Pensionskasse werden geleistet, Ausgaben und Hypothekarzinsen bezahlt, die Steuern des Wohnkantons veranlagt, der Rest dem Vermögen zugeführt oder daraus entnommen. Das Ergebnis eines Jahres ist der Ausgangspunkt des nächsten. Ereignisse – Pensionierung, Kapitalbezug, Hausverkauf, Todesfall – greifen in dem Jahr, in dem sie stattfinden, und wirken auf alles Folgende.
Das klingt selbstverständlich, ist aber der Kern der Sache: Weil alles im selben Modell steckt, kann eine Änderung an einer Stelle – etwa ein Pensionskassen-Einkauf – ihre Nebenwirkungen an allen anderen Stellen zeigen: in der Steuerrechnung, im Vermögensverlauf, in der Rente.
Woher die Zahlen kommen
Die Rechenparameter stammen aus öffentlichen, amtlichen Quellen: Die Steuertarife und Abzüge folgen den Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung für Bund und Kantone, die AHV-Werte den Skalen und Merkblättern der Sozialversicherungen, die BVG-Parameter den gesetzlichen Vorgaben. Diese Referenzdaten sind im System hinterlegt und werden nachgeführt, wenn sich die amtlichen Werte ändern. Erfundene oder geschätzte «Marktzahlen» gibt es an dieser Stelle nicht.
Welche Annahmen Sie selbst steuern
Kein Modell kennt die Zukunft. Renditen, Teuerung und Zinsen sind Annahmen – und sie gehören Ihnen: Sie sind im Szenario sichtbar und lassen sich ändern. Wer wissen will, wie robust ein Plan ist, rechnet ihn mit vorsichtigen und mit optimistischen Annahmen – der Vergleich der Verläufe sagt mehr als jede einzelne Prognose. Dasselbe gilt für die Lebensplanung selbst: Pensionierungsalter, Wohnsituation, Erwerbspensen sind Eingaben, keine Vorhersagen.
Was das Modell nicht weiss
Ehrlichkeit gehört zur Transparenz. Das Modell vereinfacht, wo die Wirklichkeit individuell ist: Pensionskassen-Reglemente bildet es in ihren wesentlichen Mechanismen ab, nicht in jeder reglementarischen Sonderregel. Steuerliche Einzelfallpraxis, künftige Gesetzesänderungen oder die Rendite des nächsten Jahrzehnts kennt es nicht. Jedes Resultat ist eine Modellrechnung unter den getroffenen Annahmen – keine Zusicherung und keine Beratung. Wo das Produkt noch Lücken hat, steht das offen dabei, statt hinter einer glatten Oberfläche zu verschwinden.
Warum das reicht
Der Wert einer Simulation liegt nicht darin, die Zukunft zu treffen – das kann niemand. Er liegt darin, Zusammenhänge und Grössenordnungen sichtbar zu machen: welche Entscheidung wie stark wirkt, wo ein Plan empfindlich ist und wo robust. Dafür braucht es keine Prophetie, sondern saubere Mechanik, amtliche Referenzwerte und Annahmen, die man sehen und ändern kann. Genau das ist der Anspruch.